"Der Förder- und Freundeskreis unterstützt tatkräftig das tim.

Das ist großartig und deshalb engagiere ich mich gerne als Mitglied." 

 

 

Ludmilla Gelwich

Vereinsmitgleid

 

BEI UND WERDEN VISIONEN WIRKLICHKEIT

Mit der Schließung der ehemals europaweit renommierten Neuen Augsburger Kattunfabrik NAK stand deren Stoffmustersammlung mit über 1,3 Millionen Mustern aus den Jahren 1783 bis zu den 1990er Jahren auf der Straße und war vom Verkauf bedroht.


Ein einmaliger Schulterschluss konnte dies verhindern. Auf Initiative des 1996 gegründeten Vereins stellten Freistaat Bayern, Stadt Augsburg und die Stadtsparkasse die Mittel, um dieses nationale Kulturgut für Augsburg zu erhalten.


Die Stoffmustersammlung steht für mehr als 200 Jahre Mode- und Designgeschichte und findet ihren Platz im Januar 2010 eröffneten Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg. 

EXPERTEN FÜR DAS TIM

 

Für das tim ist das Know-how der ehemaligen Textiler Gold wert.

 

Sie haben geholfen, Oldies wie historische Web- und Strickmaschinen für den Betrieb der Dauerausstellung flott zu machen.

 

Heute geben sie in Führungen ihr Wissen weiter. 

Vorstand/Beirat

Hintergrund

Gerade noch rechtzeitig brachten sie 1996 den Stein ins Rollen: die Mitglieder des damaligen Vereins zur Förderung eines Industriemuseums in Augsburg e.V.

Es war die Zeit der Schließungswelle der großen Textilfabriken, in denen Jahre zuvor noch tausende von Arbeitern Lohn und Brot fanden. Ihr Anliegen war es, das Erbe der Textilindustrie, dieses einst für Augsburg so wichtigen Wirtschaftszweiges, zu bewahren und für die Nachwelt zu erhalten.


Sie begannen aus der Konkursmasse der großen Fabriken Textilmaschinen zu sammeln und sicherten so quasi das “Startkapital” für das Staatliche Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim), dessen Gründung sie auf politischer Ebene erreichten.

 

Die Textilmaschinen sind in den Sammlungsbestand des tim übergegangen und wurden in jahrelanger Arbeit von den Mitgliedern des Fördervereins instand gesetzt.

 

Dank des Know-Hows der ehemaligen Textiler sind in der lebendigen Dauerausstellung des tim die Maschinen wieder in Betrieb. Sie dokumentieren damit nicht nur die Technikgeschichte, sondern führen den Besucher auch mitten in den Arbeitsalltag der Textiler. Bestandteil des “Startkapitals” für das tim ist auch die kreative Schatzkammer der ehemaligen Neuen Augsburger Kattunfabrik (NAK), die ursprünglich für teures Geld nach Fernost hätte gehen sollen.


Die Schatzkammer umfasst über 550 Musterbücher der NAK, in denen beginnend von den 1780er bis in die 1990er-Jahre rund 1,3 Millionen Stoffmuster der NAK und deren Konkurrenzunternehmen gesammelt wurden. Dank des Fördervereins und des finanziellen Einsatzes von Freistaat Bayern, Stadt Augsburg und der Stadtsparkasse Augsburg konnte das Musterbucharchiv im Ganzen bewahrt und für Augsburg gesichert werden. Es gilt heute als nationales Kulturgut.

 

Aber nicht nur die Sicherung eines herausragenden Sammlungsbestandes hat das tim den Mitgliedern des Fördervereins zu verdanken: Ende 2001 hatte ein kleines Museumsteam die Arbeit für das tim aufgenommen. In der Folgezeit galt es nicht nur ein lebendiges Museumskonzept zu erstellen, sondern vor allem politische Vorarbeit zu leisten.

Zahlreiche Veranstaltungen im Vorfeld der Museumseröffnung wären ohne die Mitglieder des Fördervereins nicht denkbar gewesen. 
 

Mit dem Abschluss der Aufbauphase und der Eröffnung des Staatlichen Textil- und Industriemuseums Augsburg (tim) im Jahr 2010 haben sich auch die Aufgaben des Fördervereins gewandelt. Das macht ein neuer Name deutlich: aus dem Förderverein ist der Förder- und Freundeskreis tim e.V. geworden.

 

Die Mitglieder engagieren sich z. B. im Museumsshop oder als Führungspersonal durch die Ausstellung, säumen Handtücher und helfen, wo immer nötig. Ein großes und leuchtendes Vorbild ehrenamtlichen Engagements!